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Informationen zur Errichtung einer Photovoltaikanlage in Österreich

Errichtung einer Photovoltaikanlage

Informationen vom Anbieter anfordern

Bevor eine PV-Anlage errichtet wird, sollte man sich Informationen von einem Experten einholten. Der Experte gibt Informationen über die optimale Ausrichtung der Anlage, schaut sich die Möglichkeiten der Installation und Verkabelung an. Aus der erwarteten Leistung (kWp) die benötigt wird und der Berechnung der durchschnittlich möglichen Kilowattstunden(kWh) in einem Regelbetriebsjahr wird ein Vorschlag für die benötigten Module und Teile erbracht. Als Grundregel für die PV-Anlage gilt die installierten kWP mal tausend ergibt bei guter Ausrichtung die jährliche PV-Energieproduktion [kWh].

Mit dem PHOTOVOLTAIC GEOGRAPHICAL INFORMATION SYSTEM Tool von der EU Kommison kann die jährliche PV Produktion für den jeweiligen Standort berechnet werden.

Genehmigung der Gemeinde

Bei der Gemeinde muss eine Bauanzeige eingebracht werden, sobald die Anlage mehr als 20 m² Fläche einnimmt und weniger als die Hälfte der Dachfläche verbaut wird.
Achtung! Ab einer Bebauung von mehr als 50% der Dachfläche, ist eine Bauverhandlung notwendig. Es empfiehlt sich auch bei kleineren Anlagen die Kontaktaufnahme mit der Gemeinde.

Folgende Daten und Informationen müssen vorab geklärt und beigelegt werden:
◉ Adresse (Grundstücksnummer, Katastralgemeinde)
◉ Brutto Gesamtfläche
◉ Gesamtleistung
◉ Art der Montage
◉ Neigungswinkel
◉ Herausragen der Module über bestehende Dacheindeckung

Beilagen der Bauanzeige
◉ Plan Dachdraufsicht mit eingezeichneter PV-Anlage (3-fach)
◉ Lageplan mit eingezeichneter PV-Anlage (3-fach)
◉ Plan Seitenansicht mit eingezeichneter PV-Anlage (3-fach)

Bei Zugang der Genehmigung entfallen Gebühren.

Beantragung eines Zählpunktes beim Netzversorger

Für die Beantragung eines Zählpunktes beim Netzbetreiber müssen Sie wissen, in welchem Netzversorgungsgebiet sich die Anlage befinget: Informationen dazu entnehmen Sie der Stromrechnung.Für Tirol erfolgt die Beantragung über ein Formular das auf der Website von TINETZ bereitgestellt wird. Link zur Website

Folgende Informationen sind für den Antrag nötig:
◉ Prognostizierte Jahresmenge
◉ Wechselrichter Typenbezeichnung und Datenblatt
◉ Wechselrichter Nennleistung
◉ Inselfähigkeit Ja/Nein

Achtung! Netzzugangsangebot der TINETZ verliert seine Gültigkeit, wenn die Auftragserteilung (Annahme) nicht innerhalb von 6 Monaten ab Ausstellungsdatum oder die Inbetriebnahme nicht innerhalb eines Jahres erfolgt!

Sollte die Inbetriebnahme in zeitlicher Nähe zum Zugang des Netzzugangsangebotes erfolgen, ist es völlig ausreichend, den unterzeichneten Gegenbrief, das ausgefüllte technische Datenblatt und die Fertigstellungsmeldung an TINETZ zu übermitteln. Bevor alle notwendigen Unterlagen bei TINETZ eingelangt sind, wird ohne Vergütung eingespeist.

Im Netzzugangsangebot wird darauf aufmerksam gemacht, dass die Anlage in der Herkunftsnachweisdatenbank zu registrieren ist. Aktuellen Informationen zufolge ist dies für eine „kleine“ Haushaltskundenanlage mit Überschusseinspeisung nicht zutreffend – die Registrierung wird in aller Regel vom Vertragspartner des Einspeisevertrages gemacht, benötigt hierzu jedoch eine Vollmacht.

Je nach bereits bezahlter Netznutzung (Leistung) kann eine mögliche weitere Anschlussleistung in Rechnung gestellt werden.


Einspeisevertrag und Steuerliche Fragen

Der nicht genutzte Strom wird ins Stromnetz gespeist und auf dem freien Markt verkauft. Der Vertragspartner kann dabei selbst gewählt werden, jedoch empfielt es sich die verschiedenen Preise und Förderangebote zu vergleichen.

Für Privatkunden gillt auch:
◉ Selbstnutzung von über 50%: Erlös der Überschusseinspeisung umsatzsteuerfrei
◉ Verkauf von über 50%: Erlös mit Umsatzsteuer auszuweisen, aufgrund der Steuerlastumkehr vom Energieversorgungsunternehmen abgeführt

Gemäß § 3 (1) Ziffer 39 sind Einkünfte natürlicher Personen aus der Einspeisung von bis zu 12,5 kWh Strom aus einer Photovoltaikanlage steuerfrei, wenn die Anlage eine mit einer Leistung kleiner als 25 kWp ausgewiesen ist.

Versicherungsfragen

Vorab klären ob die bestehende Gebäudeversicherung potentielle Schadensfällen wie Hagel, Schnee, Sturm, uvm bereits abdeckt. Es ist auch möglich eine Versicherung, die Produktionsausfälle abdeckt, abzuschliesen.


Förderungen

ÖMAG

Jährlich gibt es mehrmals die Möglichkeit auf ÖMAG-Förderungen welche in sogenannten Fördercalls zugeteilt werden.
Anträge auf Gewährung von Investitionszuschüssen (gem. § 56 EAG idgF) für Photovoltaikanlagen und Stromspeicher werden durch Ziehung von Tickets bestimmt.
Erst nach Zuteilung des Tickets kann der Antrag ausgefüllt werden.

Für die Errichtung notwendige Genehmigungen und Zählpunktnummer müssen vor dem Öffnen des Fördercalls bereits vorliegen. Allerdings ist darauf zu achten, dass vor Anstragsstellung noch keine Bestellung der Anlage oder in Zusammenhang mit der Anlage notwendige Arbeit erfolgt sein dürfen.

Weitere Informationen über den Ablauf und die Kriterien finden Sie auf der Website der ÖMAG

Länder

PV Förderung Kärnten
PV Förderung Salzburg
PV Förderung Tirol
PV Förderung Vorarlberg

Gemeinden

Auch manche Gemeinden gewähren Förderungen für die Errichtung von Photovoltaikanlagen.
Informationen dazu am besten beim Gemeindeamt einholen.

Energieversorger

Manche Energieversorger bieten Förderungen an.
wie z.B. TIWAG