Informationen zur Errichtung einer Photovoltaikanlage in Österreich

Errichtung einer Photovoltaikanlage

Informationen vom Anbieter anfordern

Vor der Installation einer PV-Anlage sollte ein Fachmann zu Rate gezogen werden. Der Experte gibt Auskunft über die optimale Ausrichtung der Anlage und prüft die Möglichkeiten der Installation und Verkabelung. Aus der zu erwartenden Leistung (kWp) und der Berechnung der durchschnittlich möglichen Kilowattstunden (kWh) in einem normalen Betriebsjahr wird ein Vorschlag für die benötigten Module und Komponenten erstellt. Als Faustregel für die PV-Anlage gilt: Installierte kWp mal Tausend ergibt bei guter Ausrichtung die jährliche PV-Energieproduktion [kWh].

SOLARPOTENTIALKARTE Österreich:
Tirol | Kärnten | Oberösterreich | Salzburg | Steiermark | Wien

Mit dem PHOTOVOLTAIC GEOGRAPHICAL INFORMATION SYSTEM Tool von der EU Kommison kann die jährliche PV Produktion für den jeweiligen Standort berechnet werden.

Genehmigung der Gemeinde

Photovoltaikanlagen mit wengier als 20 m² Fläche bedürfen grundsätzlich keiner Genehmigung durch die Baubehörde. Es sollte aber mit der Gemeinde Kontakt aufgenommen werden, denn je nach Bundesland und Gemeinde kann es Unterschiede geben.

Beantragung eines Zählpunktes beim Netzversorger

Für die Beantragung eines Zählpunktes beim Netzbetreiber müssen Sie wissen, in welchem Netzversorgungsgebiet sich die Anlage befinget: Informationen dazu entnehmen Sie der Stromrechnung. Für Tirol erfolgt die Beantragung über ein Formular das auf der Website von TINETZ bereitgestellt wird. Link zur Website

Folgende Informationen sind für den Antrag nötig:
◉ Prognostizierte Jahresmenge
◉ Wechselrichter Typenbezeichnung und Datenblatt
◉ Wechselrichter Nennleistung
◉ Inselfähigkeit Ja/Nein

Sollte die Inbetriebnahme in zeitlicher Nähe zum Zugang des Netzzugangsangebotes erfolgen, ist es völlig ausreichend, den unterzeichneten Gegenbrief, das ausgefüllte technische Datenblatt und die Fertigstellungsmeldung an TINETZ zu übermitteln. Bevor alle notwendigen Unterlagen bei TINETZ eingelangt sind, wird ohne Vergütung eingespeist.

Einspeisevertrag und Steuerliche Fragen

Der nicht genutzte Strom wird ins Stromnetz gespeist und auf dem freien Markt verkauft. Der Vertragspartner kann dabei selbst gewählt werden, jedoch empfielt es sich die verschiedenen Preise und Förderangebote zu vergleichen.

Für Privatkunden gillt auch:
◉ Selbstnutzung von über 50%: Erlös der Überschusseinspeisung umsatzsteuerfrei
◉ Verkauf von über 50%: Erlös mit Umsatzsteuer auszuweisen, aufgrund der Steuerlastumkehr vom Energieversorgungsunternehmen abgeführt

Gemäß § 3 (1) Ziffer 39 sind Einkünfte natürlicher Personen aus der Einspeisung von bis zu 12,5 kWh Strom aus einer Photovoltaikanlage steuerfrei, wenn die Anlage eine mit einer Leistung kleiner als 25 kWp ausgewiesen ist.

Versicherungsfragen

Vorab klären ob die bestehende Gebäudeversicherung potentielle Schadensfällen wie Hagel, Schnee, Sturm, uvm bereits abdeckt. Es ist auch möglich eine Versicherung, die Produktionsausfälle abdeckt, abzuschliesen.


Förderungen

2025 - EAG Fördercall für PV-Anlagen

Das Wirtschafts- und Energieministerium setzt mit seinem Förderprogramm für 2025 ein klares Zeichen für eine fokussierte Klimapolitik unter Berücksichtigung der aktuellen Budgetlage und legt den Schwerpunkt auf das gezielte Einsetzen von Fördermitteln. Die EAG-Investitions-zuschüsseverordnung-Strom-Novelle 2025 wurde am 23.04.2023 kundgemacht. Weitere Informationen

Länder Förderungen

PV Förderung Tirol
PV-Module: (50 % der förderbaren Kosten) 250 Euro pro kwp bis 20 kwp
PV Förderung Vorarlberg

Wallbox / E-Ladeinfrastruktur Förderung

Die Förderung "E-Ladeinfrastruktur für Private 2025 – eRide" des Klima- und Energiefonds unterstützt Privatpersonen bei der Anschaffung und Installation von neuen, kommunikationsfähigen Ladestationen (Wallboxen) oder intelligenten Ladekabeln für Elektrofahrzeuge, die ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern betrieben werden.

Weitere Informationen: E-Ladeinfrastruktur für Private 2025 / 2026

Gemeinden

Auch manche Gemeinden gewähren Förderungen für die Errichtung von Photovoltaikanlagen.
Informationen dazu am besten beim Gemeindeamt einholen.

Energieversorger

Manche Energieversorger bieten Förderungen an.
wie z.B. TIWAG